Leitbild und Werte

Qualität und Sicherheit ist die Grundlage unserer Arbeit. Durch die Mitgliedschaft im Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. verpflichten wir uns  zur Einhaltung der Qualitätsgrundlagen für Anbieter erlebnispädagogischer und handlungsorientierter Schulfahrten und Programme. Gleichzeitig können wir durch die Teilnahme an Arbeitskreisen den Bundesverband darin unterstützen diese Qualitätsgrundlagen weiter voranzutreiben.

 

Menschenbild

Jeder Mensch ist es wert, in der Entwicklung seiner Potentiale gefördert zu werden. Wir betrachten den Menschen als ganzheitliches Wesen: das Körper, Geist und Seele integriert. Alle unterstützenden Bemühungen müssen sich an dieser Voraussetzung orientieren.

STEPS bekennt sich, ebenso wie der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V., zu dem im Grundgesetz verankerten Schutz der Menschenwürde. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieses unveräußerbare Recht gilt unabhängig von Geschlecht, den persönlichen Fähigkeiten, Herkunft, Religionszugehörigkeit oder sonstigen Orientierungen.

Wir begreifen den Menschen als ein soziales und individuelles Wesen, dessen Lebensentwürfe zu achten sind. Unsere erlebnispädagogischen Programme verstehen wir als individuelles Unterstützungsangebot. Die Programme orientieren sich daher an den Bedürfnissen, Ressourcen und Zielen der Gruppe und bieten die Möglichkeit sich einzubringen und sich in neuen Rollen auszuprobieren. Insbesondere zielen die Programme darauf ab, soziale Beziehungen gelingend zu gestalten.

Jeder Mensch wird in seiner unverwechselbaren Persönlichkeit und soziobiographischen Einmaligkeit anerkannt und ernst genommen. Das beinhaltet allen voran das Recht auf Eigenverantwortung, mündige Selbstbestimmung und die Möglichkeit, diese jederzeit wahrzunehmen; die Rechte Anderer bleiben davon unbeschadet.

 

Freiwilligkeit

Erlebnispädogische Aktivitäten stellen die Teilnehmenden bewusst vor ungewohnte Situationen / Aufgabenstellungen, um sich in neuen Rollen und Verhaltensweisen versuchen zu können. Diese Anforderungen können befremdlich wirken und eine Herausforderung für die Gruppe und Einzelne darstellen. Die Erlebnispädagogik geht davon aus, dass Menschen dann am Besten lernen wenn der Erkenntnis- bzw. Verhaltensgewinn aus eigenen Erfahrungen resultiert. Wir wollen also nicht belehren, sondern Lernchancen eröffnen.

Das Prinzip der Freiwilligkeit geht zudem davon aus, dass Lernerfolge nicht erzwungen werden können, und deshalb abhängig von der Motivation und Wahlfreiheit des Einzelnen sind. Unsere Aufgabe besteht daher darin, das richtige Maß an Herausforderung zu stellen und Gruppen wie auch Einzelne zu ermutigen, sich auf die Aufgaben und Anforderungen einzulassen. Partizipation ist uns sehr wichtig. Sie steigert die Motivation am Programm teilzunehmen. Gerade bei mehrtägigen Programmen nimmt die Partizipation der Teilnehmer einen großen Raum ein.

Sofern Einzelne an einer Aktivität nicht teilnehmen wollen, begegnen wir dieser Person mit einer wertschätzenden Haltung und bieten die Möglichkeit an in einer anderen Rolle mitzuwirken.

 

 

Sicherheit und Kompetenz

Unsere Trainer sind pädagogisch qualifiziert und verfügen über erlebnispädagogische Zusatzqualifikationen. Für die unterschiedlichen erlebnispädagogischen Programme werden bewusst Trainer gewählt, welche die entsprechenden fachlichen und natursportlichen Qualifikationen mitbringen.

Neue qualifizierte Mitarbeiter werden bereits im Vorfeld von Veranstaltungen mit unseren Richtlinien vertraut gemacht und von einem STEPS-erfahrenen Trainer begleitet. Dadurch können neue Mitarbeiter zügig in unsere Programmstrukturen eingearbeitet werden und unser hoher Anspruch an Qualität sichergestellt werden.
Zudem finden regelmäßig Schulungen im Trainerkollegium statt, so dass alle Kollegen mit den höchsten Sicherheitsstandards vertraut sind.

Unsere Richtlinien zur Durchführung von erlebnispädagogischen Programmen setzen sich aus den Qualitätsgrundlagen für Anbieter erlebnispädagogischer und handlungsorientierter Schulfahrten und Programme des Bundesverbandes  für Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (BE), den Sicherheitsstandards der European Ropes Course Association e.V. (ERCA) und den langjährigen Erfahrungen unserer Trainer in der Arbeit mit Gruppen zusammen.

Bei natursportlichen Aktivitäten wie bspw. dem Klettern werden ausschließlich fachgerechte Materialien verwendet. Zudem werden die Materialien regelmäßig überprüft und vor und nach den Aktionen auf Unversehrtheit kontrolliert.

Alle Trainer verfügen über einen gültigen Erste-Hilfe-Schein und sind mit unserem Sicherheits- und Notfallmanagement vertraut. Um Unfälle zu vermeiden sind unsere Trainer angewiesen im Falle fehlender Konzentration einzelne Teilnehmer auszuschließen oder Aktionen ganz abzubrechen. Darüber hinaus unterschreiben alle Trainer unseren Verhaltenskodex zur Prävention sexueller Gewalt.

 

Reflexion und Transfer

Bei unseren erlebnispädagogischen Aktivitäten legen wir großen Wert auf ein Wechselspiel von Aktion und Reflexion. Getreu dem erlebnispädagogischen Motto „learning by doing“ sammeln die Teilnehmenden Erfahrungen im Handeln. In den Reflexionseinheiten können sich die Teilnehmenden dann über die gesammelten Erfahrungen austauschen. Durch diesen Austausch können Erkenntnisse entstehen, wie bspw. die weitere Zusammenarbeit in Zukunft aussehen kann.

Der Transfer meint die Übertragung der Erkenntnis aus der erlebnispädagogischen Aktivität in den Lebenskontext und die Alltagssituation der Teilnehmenden und rundet somit das nachhaltige Lernen ab.

Bei den Reflexions- und Transfereinheiten werden die Teilnehmenden durch unsere Trainer mittels verschiedenen Medien aktiv begleitet, so dass alle Lerntypen angesprochen werden können und der Erkenntnisgewinn erleichtert wird.

 

Qualitätsmanagement

Die Qualität unserer Programme aufrecht zu halten und zu steigern ist uns ein wichtiges Anliegen. Dazu nutzen wir Evaluationsbögen und suchen während der Durchführung der Programme stets den Austausch mit den Teilnehmenden. Die Rückmeldungen und Ergebnisse werden regelmäßig im STEPS-Team diskutiert,  reflektiert und zur weiteren Programmausarbeitung herangezogen. Neben der Qualität unserer Programme können wir so auch die Arbeit unserer Trainer überprüfen und optimieren.

Unsere Veranstaltungen werden i.d.R. von einem Trainerteam durchgeführt. Durch das Arbeiten im Team ergeben sich mehrere Vorteile. Die Trainer können somit gemeinsam die Veranstaltung planen und sich über ihre Eindrücke über die Gruppe und den Verlauf des Programms austauschen und ergänzen. So wird ein reibungsloserer Ablauf und eine gut abgestimmte Veranstaltung gewährleistet. Vor allem bei mehrtägigen Veranstaltungen wird durch die Arbeitsteilung sichergestellt, dass die Trainer auch Zeit zur Regeneration finden und bei Kräften bleiben.

Unsere Trainer sind angehalten regelmäßig das Gespräch mit allen Beteiligten – Teilnehmenden, Auftraggeber / Begleitpersonal der Gruppen und Angestellten der Kooperationspartner – zu suchen. Dadurch kann die angestrebte Zielerreichung und Zufriedenheit mit dem Programm sicher gestellt werden und notwendige Abwandlungen und Ergänzungen in die Programmgestaltung einfließen.

Als weiteres Kriterium des Qualitätsmanagements bieten wir für unsere Trainer neben Schulungen und Thementagen auch Mitarbeitergespräche an. Dies dient dazu die Qualität der Programme und der Trainer zu steigern. Des Weiteren können hierdurch die Eindrücke der Trainer von den Programmen direkt an das Leitungsteam weiter gegeben und die Zufriedenheit der Trainer sicher gestellt werden.

 

Diskretion und Vertraulichkeit

Die Zusammenarbeit mit den Gruppen ist geprägt durch eine partnerschaftliche Beziehung. Alle Informationen unterliegen der Verschwiegenheitspflicht – alles was innerhalb einer Veranstaltung geschieht und geäußert wird, wird vertraulich behandelt und nicht an Dritte weiter gegeben. Meinungsverschiedenheiten und Konflikte sprechen wir offen an und befassen uns professionell damit.

 

Respekt und faire Behandlung

Unsere Trainer sind sich Ihrer Vorbildfunktion und Verantwortung gegenüber den Teilnehmenden bewusst. Wir schätzen die Vielfalt an Menschen, Meinungen, Talenten und Erfahrungen in Gruppen. Mittels eines individuellen Kursdesigns soll es allen Teilnehmenden ermöglicht werden sich mit Ihren Ressourcen einbringen zu können.
Gegenüber diskriminierendem Verhalten beziehen die Trainer aktiv Stellung und tolerieren dieses nicht.

Mit anderen Anbietern erlebnispädagogischer Programme pflegen wir ein partnerschaftliches Verhältnis und bemühen uns um einen fachlichen Austausch, um die Qualität erlebnispädagogischer Programme vorantreiben zu können.

 

Umweltschutz

In unseren Programmen nutzen wir die Natur als Erfahrungsraum. Aus diesem Grund sensibilisieren wir die Teilnehmenden für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem jeweiligen Lebens- und Naturraum. Die aufgesuchten Plätze sollen in dem Zustand verlassen werden wie sie vorgefunden werden. Daher nutzen wir nur vorgesehene Wege um an öffentliche oder abgesprochene Plätze zu gelangen. Vor dem Weiterziehen kontrollieren wir stets gemeinsam mit den Gruppen, ob der genutzte Platz sauber hinterlassen wird.

Bei der Durchführung unserer Programme achten wir zudem auf den Erhalt der Natur. So werden bspw. bei Kletteraktionen im Wald baumschonende Aufbauen gewählt und regelmäßig die Bäume gewechselt, so dass keine Abnutzung entstehen kann.

Im Kontakt mit unseren Kunden und bei der Arbeit im Büro achten wir auf einen umweltschonenden Umgang mit Papier. Wir versenden unseren Kunden nur das nötigste in Papierform – Vorabinformationen, Angebote, Rechnungen u.ä. werden per pdf versandt. Zudem verweisen wir beim Emailverkehr darauf, ob die Unterlagen wirklich ausgedruckt werden müssen. Alte Ausdrucke im Büro werden als Schmierpapier wieder verwendet.

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